Lesen Sie Interviews mit weltberühmten Fotokünstlern und viel versprechenden jungen Talenten. Erfahren Sie, was sie antreibt und fasziniert und wie sie ihre Vorstellungen umsetzen.
Robert Götzfried mag öffentliche Räume - aber nur, wenn sie menschenleer sind. In ihnen sucht er nach „Gleichungen, die immer aufgehen."
Harte Jungs auf stolzen Pferden, raue Landschaften, einsame Herzen. Mit seinen Fotografien hält der US-Amerikaner Jay Dusard die goldenen Zeiten einer vergangenen Westernwelt fest und setzt den Cowboy-Kult der Neuzeit in ein melancholisches Licht.
Als Eric Kim mit 18 Jahren anfing, Menschen auf der Straße zu fotografieren, rechnete er mit Prügel und fürchtete, Ärger mit der Polizei zu bekommen. Heute weiß er: Die meisten Menschen freuen sich, wenn man Sie fotografiert.
Der Münchner Fotograf Nick Frank zeigt mit seinem Projekt „Subways“, wie schön und wie sauber U-Bahnhöfe sein können. Auf seinen Fotografien wirken die Stationen in München, Frankfurt am Main, Berlin und Dubai wie Kulissen aus Stanley Kubricks „2001 – Space Odyssey“ oder einer Folge „Star Trek“.
Menschen sucht man in Elmar Haardts Stadtlandschaften meist vergeblich. Sie stören nur, findet der Fotograf, lenken ab, von dem, was er eigentlich zeigen will: Anderswo ist es auch nicht besser.
Warum lassen sich Frauen nackt und zu Paketen verschnürt an die Decke hängen? Was ist an Fesseln, Knebeln und Peitschen erotisch? Wo liegt die Grenze zwischen Normalität und Perversion? Diesen und anderen Fragen versucht die kanadische Fotografin Nathalie Daoust im bekanntesten SM-Hotel Tokios auf den Grund zu gehen.
Die Hamburger Fotografin Heike Ollertz ist für die Arbeit an einem „Mare“-Bildband monatelang durch Island gereist. Auf der Suche nach dem etwas anderen Bild der Insel – und nach den Spuren, die die Menschen in die Natur eingeschrieben haben.
Münster, die beschauliche Studentenstadt mit den vielen Radfahrern, dem Schloss und dem See, mit dem „Tatort“ mit der Rekordquote und dem vielleicht sympathischsten Ermittlerteam – an so einem Ort ist doch alles wunderbar. Nicht ganz. Schauspieler Tilman Rademacher und Fotograf Hanno Endres haben in Münsters Abgründe geschaut.
Der Wald, Ort von Märchen und Erinnerungen, von Ruhe und Geheimnis. Ort für Erholung und Verbrechen, für Naturerfahrung und Einsamkeit. Drei Jahre lang hat der Hamburger Fotograf Michael Lange für sein Projekt „Wald. Landschaften der Erinnerung“ deutsche Wälder durchstreift, den Mythen auf der Spur. Ob seine Aufnahmen Tannen zeigen, Birken, Farne, Sträucher, Unterholz, Moos oder Tümpel, immer sucht Lange nach der Stille im Bild. Seine Arbeiten sind derzeit zum „Europäischen Monat der Fotografie“ in der Alfred Ehrhardt Stiftung in Berlin zu sehen.
Steve Jobs, Hardy Krüger, Sigmar Gabriel und Mundstuhl - Thorsten Wulff hatte sie alle vor der Kamera. Meist brauchte er für das Foto nur ein paar Minuten. Helmut Kohl ist der Grund, warum der Lübecker Fotojournalist geworden ist. Heute fotografiert Wulff für den Rowohlt-Verlag Sachbuchautoren, fürs Theater Lübeck Schauspiel und Opernaufführungen. Für die Porträt- wie die Theaterfotografie gilt: Im richtigen Augenblick nah dran sein. Und kein Foto bleibt unbearbeitet.
Als „Amerika-Fotograf“ bezeichnet sich Peter van Agtmael. Mit 31 Jahren ist der Amerikaner bereits zum Chronist der US-Kriege im Irak und in Afghanistan geworden. Dabei interessiert den von der legendären Bild-Agentur Magnum vertretenen Fotojournalisten vor allem auch der „War at home“, die Auswirkungen dieser Kriege auf sein Heimatland.
Martina Holmberg ist eine Geschichtenerzählerin. Wie gestalten Menschen ihr kleines, unperfektes Leben? Dieser Frage geht sie mit ihrer Kamera nach. Die 35-jährige Schwedin experimentiert dabei gerne, mit der Polaroidkamera genauso wie mit dem iPhone. Über Letzteres hat sie sogar ein Buch geschrieben.
Miguel Candela versteht sich als Foto-Anthropologe. Mit der Kamera will er die Menschen und ihre Lebensumstände erforschen. Seine Geschichten findet der 27-Jährige in Hongkong, wo er lebt, in Kenia, Mali, auf den Philippinen und in Bangladesch. Dort hat er Mädchen und Frauen porträtiert, die für kaum zwei Dollar ihren Körper verkaufen.
Die finnische Fotografin Maija Tammi fotografiert Tumore, Gallensteine und Venen, die gerade herausoperiert wurden. Mit reduzierter Bildsprache hinterfragt sie so den Umgang mit den typischen Krankheiten der westlichen Welt. Dass man sich das nicht gerne ansieht, ist Absicht. Als die 27-Jährige für ihre Serie über Bingo-Spieler im vergangenen Jahr den bedeutenden finnischen Fotopreis „Fotofinlandia Prize“ bekam, lobte die Jury, ihre Bilder seien die einzigen, die man sich nicht an die Wand hängen würde.
Knapp ein Jahr ist es her, dass die Rebellen in Libyen ihren Sieg über das Gaddafi-Regime feierten. Das Land kämpft um seinen Neuaufbau und die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit richtet sich heute viel mehr auf Syrien und Ägypten. Michael Christopher Brown hat die Kämpfe hautnah erlebt – und überlebt. Als Erinnerung begleitet ihn diese Zeit in Form von Aufnahmen, die er gemacht hat und die er gerade zu einem Buch zusammenstellt. Entstanden sind sie mit dem iPhone, denn bei seiner Einreise in Libyen ging Browns Kamera kaputt.
Wie sah sein Lächeln aus? Wie seine Trauer? Phillip Toledano hielt die letzten Jahre seines Vaters mit der Kamera fest, um sich erinnern zu können. Im seen.by-Interview spricht der Fotograf über seine Lügen aus Liebe, seine einsamen Tränen - und sein Glück, so Abschied nehmen zu können.
Der US-Fotograf Philipp Scholz Rittermann macht mit riesigen Panoramabildern Chinas Superlative erfassbar und erfahrbar. Seine Fotografien zeigen ein Land im Bauboom, bei dem Umweltschutz und Arbeitsbedingungen auf der Strecke bleiben. Sein Projekt „Emperor’s River“ führte ihn mehr als tausend Kilometer entlang des Großen Kanals, der das Land von Norden nach Süden verbindet. Arm und Ultrareich, Tradition und Moderne, Ackerbau und Betonwüsten prallen dort wie in seinen Bildern aufeinander.
Dirk Brömmel spielt vieldeutig mit Perspektive, Form und Farbe. Kopfüber von Brücken oder aus dem Untergrund fotografiert er Schiffe und Straßenzüge. Auch in seiner Arbeit über die von Bauhaus-Architekt Ludwig Mies van der Rohe entworfene Villa Tugendhat in Tschechien nimmt der Fotograf einen besonderen Blickwinkel ein. Die Fotografien aus der Gegenwart erscheinen wie in einen dünnen Schleier aus längst vergangener Zeit gehüllt. Seen.by sprach mit dem Fotografen, der in Wiesbaden lebt und arbeitet, über seine Leidenschaft für Perspektiven und sein Bild von Vergänglichkeit und Erinnerung.
Einst hatte die Autostadt Detroit fast zwei Millionen Einwohner und war der Inbegriff des amerikanischen Traums von grenzenloser Mobilität in jeder Hinsicht. Heute sind davon nur noch Ruinen übrig. In den Trümmern entdeckt der Fotograf Dave Jordano kleine Pflänzchen der Hoffnung - und porträtiert die unglaubliche Widerstandkraft der Menschen und den Überlebenswillen der Bewohner.
Bence Máté ist der „Shooting Star“ unter den Tierfotografen. Gerade einmal 26 Jahre alt hat das ungarische Naturtalent alle renommierten Preise abgeräumt, die es für Naturfotografen zu gewinnen gibt. Das ist kein Wunder, denn Mátés Bildideen sind so ungewöhnlich und einzigartig wie die selbst gebauten Hilfsmittel und Fotoverstecke, mit denen er sie umsetzt.
Dem Schweizer Fotografen Kurt Wyss geht es in seinen Schwarzweiß-Portraits nie um die reine Pose. Er sucht immer nach der Wahrheit und der Botschaft hinter dem Bild, egal, ob es sich bei dem Portraitierten um Kunstgiganten wie Pablo Picasso, Jean Dubuffet oder Andy Warhol handelt, oder ob er für seine Reportagen ganz normale Menschen ablichtet. Im seen.by-Interview erzählt der 1936 in Basel geborene Wyss, wie er das Vertrauen scheuer Künstler gewinnen konnte und warum er sich nach einer Begegnung mit Picasso nicht mehr waschen wollte.
Verstörend, albtraumhaft, tragikomisch und poetisch zugleich sind die Fotografien des Amerikaners Roger Ballen. Sein 1993 entstandenes Doppelporträt „Dresie und Casie, Twins, Western Transvaal“ machte ihn weltberühmt und zum Feindbild weißer Südafrikaner. In den letzten Jahren wich der dokumentarische Aspekt seiner Bilder aus Südafrika zunehmend der Abstraktion. Seen.by sprach mit ihm über visuelle Grenzüberschreitungen, kopflose Menschen und die fotografische Reise ins Innere seiner Psyche:
Große Einsamkeit, kräftezehrender Einsatz und immer die Kontrolle haben: Alexandre Buisse führt nicht gerade das typische Leben eines jungen Franzosen. Seine Leidenschaft gilt den höchsten Gipfeln dieser Erde. Über vier Kontinente führten seine Touren den Extremsportler und ihn oft an die Grenzen körperlicher Belastbarkeit. Um die Faszination der erlebten Landschaften in die Welt zu tragen, begann er vor ein paar Jahren zu fotografieren. Die Aufnahmen erzählen von Weite und fast unwirklicher Schönheit in einer grenzenlosen, fast menschenleeren Welt. Seen.by sprach mit dem Fotografen über seinen Drang nach oben und das Leben in 3000 Metern Höhe.
Der 11. September 2001 hat sich in das Gedächtnis der Welt eingegraben. Die Bilder der brennenden Twin Tower des World Trade Centers wurden zum Symbol für die Verletzlichkeit Amerikas. Eine in der Greencard-Lotterie gewonnene Arbeitsberechtigung machte Jürgen Pollak zum Chronisten des Schreckens aus der Distanz. Er dokumentierte mit seinen Bildern den amerikanischen Alltag zum Zeitpunkt des Anschlags. Im seen.by-Interview spricht er über seine Streifzüge durch die Straßen um den Ground Zero, die spätere Rückkehr nach New York und sein Leben als Fotograf nach dem 11. September 2001.
Arnold Crane genoss einen einzigartigen Zugang zu den berühmtesten Fotografen unserer Zeit. Mit seinen Porträts von Man Ray, Walker Evans oder Edward Steichen reiht sich der Amerikaner in die Riege der großen Dokumentar- und Porträt-Fotografen ein. Im Gespräch mit seen.by äußert er sich über seine Leidenschaft für die Künstler, die Wirklichkeit der Schwarz-Weiß-Fotografie und seine Ablehnung gegenüber manipulierten Bildern.
Seine Wahlheimat Südkorea brachte ihn zur Auseinandersetzung mit dem Ländlichen im Städtischen: Für seine Bilderserie "Urban Nature" ist der Fotograf und Filmschaffende Nils Clauss jüngst ausgezeichnet worden. Im seen.by-Interview erklärt er, was Architektur- und Porträtfotos verbindet.
Schrott oder Schatz? Der Fotograf Dirk Hasskarl entdeckt Schönheit in Dingen, die anderen banal erscheinen. Im seen.by-Interview spricht der Hamburger Künstler über Asiaten als hemmungslose Verunstalter, lakonische Popzitate - und lästert über die Bilderflut im Netz.
Golfen vor dem Atomkraftwerk: Der Brite Simon Roberts pilgerte durch England, um das Freizeitverhalten seiner Landsleute zu dokumentieren. seen.by sprach mit dem Fotografen über unsichere Zeiten im Grünen und langweilige Angler.
Was Fotografie mit Theater zu tun hat? Viel, meint Loïc Bréard, der als Autodidakt zur Fotografie kam und dem es gelingt, Schwarzweiß-Bilder mit besonderer Intensität und atmosphärischer Dichte zu schaffen.
Vergewaltigung gilt als persönliche Schande und führt oft zu sozialer Ächtung der Opfer. Dies erleben Tausende von Frauen in Ruanda, die 1994 von Hutu-Milizionären missbraucht und geschwängert worden sind. seen.by sprach mit dem Fotografen Jonathan Torgovnik, der sich dieser Frauen und ihrer Kinder angenommen hat...
Toleranz ist ein Luxusgut: Werden die Zeiten schlechter, nimmt sie ab. Dann wird gerne nach anderen getreten, müssen Sündenböcke her, am besten vom Rand der Gesellschaft. In Ungarn marschieren derzeit Rechtsextreme auf und hetzen gegen Roma. Der Däne Joakim Eskildsen hat den Alltag dieser Minderheit festgehalten.
Der Finne Janne Lehtinen streifte ein Jahr nachts mit der Kamera durch seine Heimatstadt Kotka auf der Suche nach ihrer Seele – und dokumentiert, wie die Globalisierung Industriestädte verändert.
Jan von Holleben bekam in Hamburg den LeadAward für seine charmante und humorvolle Fotoserie „Der Traum vom Liegen“. Im Interview spricht er über das Verhältnis von ernster und spielerischer Fotografie und erklärt seine Vorliebe für Schnappschusskameras.
Das russische Land und seine Menschen stehen im Mittelpunkt der Fotoreportagen Gerd Ludwigs, für die er schon vielfach ausgezeichnet wurde. Der in Los Angeles lebende Fotograf erzählt über Gefühle der Schuld, das Piepen des Geigerzählers und gebrochene Herzen in Kiev...
Sie portraitiert, was ihr vor die Linse kommt: deutsche Schauspieler, Hunde auf Coney Island, Innenräume in Israel, Puerto Rico oder Island. Für ihre Bilder von jungen Straßenfußballern aus Kenia, Brasilien, Mazedonien und England hat Christine Fenzl kürzlich einen Stiftungspreis erhalten. seen.by sprach mit der Fotografin über ihre Arbeit mit Nan Goldin, das Erlernen von Toleranz und soziale Grenzen.
Seine Bilder haben das Bild vom Nachkriegs-Berlin geprägt: Marlene Dietrich im Nerz, der Riss durch die Brandmauer, Aufmärsche im Osten, Kapitalisten im Westen. Bezeichnet wurde Arno Fischer deshalb als der "bekannteste Unbekannte unter Deutschlands Fotografen". Er wurde 1927 in Berlin geboren und war in engem Austausch mit Kollegen wie Robert Frank, Henri Cartier-Bresson und Josef Koudelka. Im seen.by-Interview vom Oktober 2008 erzählt er, wie er sich in der ehemaligen DDR mit Ehefrau Sibylle Bergemann seine Nische eingerichtet hat.
Armut, Elend, Lebensmut: Mit dem Motiv eines kleinen Mädchens hat Alice Smeets die Tragödie Haitis in ein Bild gefasst. seen.by sprach mit der preisgekrönten Fotografin über Engagement, Kindersklaven und das Glück im Leid.
Nicht das schöne Bild, sondern das Bild, das etwas erzählt ist ihm wirklich wichtig. Rolf Nobel, Fotografieprofessor an der Fachhochschule Hannover und Gründer von Lumix, dem Festival für jungen Fotojournalismus, erklärt im Interview, warum ein röhrender Hirsch noch lange keinen guten Fotografen ausmacht und weshalb der Kunstmarkt völlig irrational ist.
Die Fotografin Bettina Rheims über Schönheit, Narben und Schlaflosigkeit.
Als ob er den Präsidenten gescannt hätte: Der in London lebende Fotograf Nadav Kander hatte den Auftrag, Barack Obama und sein Team zu porträtieren und ging dabei äußerst exakt vor. seen.by sprach mit ihm über die Bedeutung von Ruhe, seine Vorbilder aus Deutschland und BlackBerry®s.
Der italienische Top-Fotograf Massimo Vitali studiert das Freizeitverhalten von Menschen – am liebsten dort, wo sie in Massen auftreten. Mit seen.by spricht er über das visuelle Rauschen am Strand.
Er drehte das Video zu Michael Jacksons "Earth Song" - und verliebte sich dabei in die ostafrikanische Tierwelt. Nun erhielt er für seinen Bildband „A Shadow Falls“ den Fotobuchpreis 2010. Der Fotograf Nick Brandt berichtet über die Faszination der Wildnis, das Abschlachten von Elefanten und die neuen Kolonialisten Afrikas.
Sie haben keine Chance, schon gar nicht in Indien: die Kinder von Prostituierten. Die Fotografin und Filmemacherin Zana Briski wurde auf sie aufmerksam, gewann mit der Dokumentation „Born into Brothels“ einen Oscar und gründete die Organisation „Kids with Cameras.“ Die Leiterin Lisa Robinson spricht über die Schönheit düsterer Verhältnisse, die Kraft der Kunst und die harte Arbeit der Geldbeschaffung für die Kids von Kalkutta.
Die Jugendlichen der Pariser Vororte, die Nicolas Sarkozy im Herbst 2005 als Innenminister niederknüppeln ließ, erobern als Hauptdarsteller des Fotografen Mohamed Bourouissa nun Galerien und Museen.
Wo Natur und Zivilisation aufeinander treffen, bleibt es auch nachts hell. Insbesondere wenn es sich um asiatische Megacities handelt, in die es den Fotografen Peter Bialobrzeski immer wieder treibt. Im Interview spricht er über den Neondschungel, die Ästhetik des Verschwenderischen und darüber, dass Fotografie als Kunst überschätzt wird...
Seine Portraits von Romy Schneider, Uschi Obermeier und Picasso kennt die ganze Welt. Werner Bokelberg ist der Kult-Fotograf der 60er Jahre und seine Motive mittlerweile die meistpublizierten der Welt. Der Fotograf und Sammler spricht über Jungfräulichkeit in der Fotografie, Dalì mit Zipfelmütze und seine neueste Leidenschaft: historische Fotografien aus Frankreich.
Ob Sandplätze unter Autobahnbrücken, vertrocknete Wiesen oder marode Stadien - für den Bildband "African Arenas" war Thomas Hoeffgen auf Fußballplätzen des Kontinents unterwegs. seen.by sprach mit dem Fotografen über verhaftungswütige Polizisten, wilde Fans und die Freiheit kickender Kinder.
Bäckerstraße, Schmiedgasse, Judengang – Straßennamen, wie sie in zahlreichen deutschen Orten vorkommen und von Passanten ebenso schnell vergessen wie gesehen werden. Die Amerikanerin Susan Hiller jedoch wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte, als sie in Berlin auf ein Straßenschild mit der Aufschrift "Jüdenstraße" stieß. Ergebnis ihrer Irritation ist das "J.Street Project", das im Kunst-Raum des Bundestages ausgestellt wurde.
Die Stars lieben seine Fotos: Sting, Heike Makatsch, Franka Potente – sie alle hatte Olaf Heine schon vor der Kamera. Im Interview erklärt der Fotograf, was seine Arbeit mit Rock'n'Roll zu tun hat – und wie man auf die Idee kommt, harte Rapper als Mönche zu verkleiden.
Olivier Jobard ist Reportagefotograf bei der renommierten Agentur SIPA Press und berichtet den großen politischen Magazinen von den Krisenregionen der Welt. Neben Reportagen in Bosnien, Tschetschenien, Liberia, Afghanistan oder dem Irak widmet er sich persönlich dem Flüchtlingsthema, das er jüngst am Beispiel der Sudanesischen Flüchtlinge beschreibt. Für die bei Geo erstmals in Deutschland erschienenen Bilder der „Kühnen Reise des Kingsley Kum“ erhielt er die Lead Awards Gold Auszeichnung für die beste Reportagefotografie des Jahres.
Die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl ist Vergangenheit, aber noch lange nicht Geschichte. Seit mehreren Jahren bereist der Fotograf Rüdiger Lubricht die Gegend. Im Interview spricht er über verlassene Klassenzimmer, die Folgen der Verseuchung und über Fotografie als Medium gegen das Vergessen...
In Hamburg werden die LeadAwards verliehen, mit denen herausragende Leistungen in Print- und Onlinemedien prämiert werden. Für die Interviewreihe mit den Goldpreisträgern des LeadAwards 2007 sprachen wir mit Edmund Leveckis. Als Fotograf bekam er für „Tales from the Underground“ die Gold-Auszeichnung in der Kategorie Reportagefotografie. Seine Serie magischer Fotografien aus der New Yorker U-Bahn wurde im Lodown Magazine (www.lodownmagazine.com) veröffentlicht.
Die Wende feiert in diesem Jahr ihren zwanzigsten Geburtstag. Mit seinen Fotografien ist der Hallenser Olaf Martens populärer denn je: Seine Reportage- und Aktbilder zeigen private Ostwelten, die sich einst jenseits politischer Repressalien entfalten konnten. Er spricht über das Versauern vorm Bildschirm, Erotik als Ersatzbefriedigung und die Heimatlosigkeit im eigenen Land.
Zoren Gold & Minori zählen derzeit zur Avantgarde der fashion photography. Ihr virtuoser Mix aus Fotografie und Grafik Design offenbart eine surreale und fantasievolle Welt aus Schönheit und Zerbrechlichkeit. Ihre Bilder pendeln zwischen dem Objekthaften und subjektiver Empfindung und vereinen auf mysteriöse Weise sowohl Nähe als auch Entfremdung.
In Haute Couture oder hüllenlos: vor seinem Objektiv posieren sie gerne, die Topmodels wie Kate Moss und Naomi Campbell oder Stars wie Catherine Deneuve. Paolo Roversi, der zu den gefragtesten Modefotografen weltweit zählt, interessiert sich nicht für oberflächliche Ästhetik, sondern sucht in seinen Porträts nach der rätselhaften Anmut seiner Modelle...
Josefine Raab ist die Initiatorin von „gute aussichten“. Der 2004 gegründete Wettbewerb für junge deutsche Fotografie gehört mittlerweile zu den begehrtesten Auszeichnungen, die für fotografische Diplomarbeiten vergeben werden. Wir befragten Sie, was den Nachwuchs bewegt.
Der Wissenschaftsfotograf Volker Steger erhielt für seine Bilder von Insekten, die auf einer Autokühlerhaube den Tod fanden, einen Lead Award in Gold. Die Bilder wurden im SZ-Magazin veröffentlicht. Im Interview spricht Steger über noch unentdecktes Potential von Wissenschaftsfotografie, über den kritischen Umgang mit Wahrheit und die malerische Wirkung seiner Bilder.
Der Fotograf Ingo Taubhorn über seine Tätigkeit als Kurator und das fotografische Bild im Spannungsfeld zwischen Kunst und Kommerz.
Düster, bizarr, nicht von dieser Welt - so wirken die Aufnahmen von Pierre Winther, einem der populärsten Werbefotografen der Welt. Im Interview spricht der Künstler über Ausritte auf Haien, rassistische Osterparaden und Reisen durchs Universum.
Wim Wenders hat mit "Palermo Shooting" seinen vielleicht persönlichsten Film vorgestellt, der in seiner Geburtsstadt Düsseldorf beginnt. Wenders, der deutsche Regisseur und Fotokünstler, hat einen Film über das Bildermachen gedreht: Campino, der Sänger der Toten Hosen, spielt einen Fotokünstler – sichtlich inspiriert von einem dritten Düsseldorfer, Andreas Gursky.